In Polen werden die Kohlrouladen liebevoll Gołąbki (deutsch: Täubchen) genannt. Hier ist ein altes, veganes Rezept.

1 Weiskohl

1 kg Kartoffeln

1 L Gemüsebrühe

2 EL Tomatenmark

Olivenöl

Salz, Pfeffer

Die äußeren Blätter des Kohls entfernen. Damit sich die restlichen Blätter leichter vom Strunk lösen lassen, den Strunk mit einem Messer kegelförmig herausschneiden. Die Kohlblätter portionsweise in leicht gesalzenem Wasser etwa 5 Minuten blanchieren und anschließend in einem Sieb abkühlen lassen.

Die Kartoffeln schälen, waschen und sehr fein reiben. Die Kartoffelmasse gut ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Setzt sich in der ausgedrückten Flüssigkeit Stärke ab, diese wieder zur Kartoffelmasse geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und gründlich vermengen.

Bei der Kartoffelfüllung lässt sich etwa ein Viertel der Kartoffelmasse problemlos durch anderes Gemüse oder beispielsweise gekochten Buchweizen ersetzen.

Ich bereite täglich frischen Karottensaft zu, den ich morgens zum Frühstück trinke. Dabei verbleiben Gemüsereste, die ich möglichst beim Kochen verwende. Daher habe ich dieses Mal geriebene Karotten und Stangensellerie beigefügt, die nach dem Entsaften übrig geblieben waren.

Die Kartoffelmasse portionsweise auf die Kohlblätter verteilen und diese zu kleinen Kohlrouladen aufrollen. Die Krautwickel dicht nebeneinander in einen Topf setzen. Mit etwa 500 ml Gemüsebrühe auffüllen und zugedeckt bei niedriger Hitze etwa eine Stunde garen. Zum Schutz können zwei Kohlblätter auf den Boden und zwei auf die Täubchen gelegt werden.

Für die polnische Tomatensoße 2 EL Öl in einem kleinen Topf erhitzen und das Tomatenmark kurz anschwitzen. Den Knoblauch fein hacken, zusammen mit der restlichen Gemüsebrühe hinzufügen und die Soße etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Ist die Soße zu dünn, 1 TL Mehl mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, einrühren und die Soße noch einmal kurz aufkochen lassen.

Zu den Täubchen passt – je nach Füllung – auch eine cremige Pilzsoße oder goldbraun gebratene Zwiebeln. Und wie so oft gilt: Am nächsten Tag schmecken sie, in der Pfanne knusprig angebraten, sogar noch besser!

Guten Appetit!